EU stuft 23 von 27 KI-Anwendungsfällen als 'mittelhohes Risiko' ein – Regelungen auf 2037 verschoben
Brüssel (dpo) – Nach dreijähriger Verhandlung hat die Europäische Kommission heute die finale Risikobewertung für künstliche Intelligenz vorgelegt. Von den ursprünglich als hochriskant eingestuften 27 Anwendungsfällen wurden 23 in die neue Kategorie 'mittelhohes Risiko' herabgestuft. Für diese Fälle gelten zunächst keine verbindlichen Auflagen.
"Wir haben festgestellt, dass die meisten KI-Systeme zwar theoretisch gefährlich sein könnten, aber praktisch erst einmal beobachtet werden sollten", erklärte Henrik Malmström, Leiter der neu geschaffenen Arbeitsgruppe für Adaptive Regulierungsverschiebung. Zu den herabgestuften Anwendungen gehören unter anderem automatisierte Kreditvergabe, biometrische Überwachung im öffentlichen Raum und KI-gestützte Personalentscheidungen. "Diese Systeme sind bereits im Einsatz und funktionieren größtenteils. Eine Regulierung würde Innovation hemmen."
Besonders umstritten war die Einstufung von KI-Systemen zur Emotionserkennung am Arbeitsplatz. Nach intensiver Lobbyarbeit des Verbands Europäischer Effizienzoptimierer wurde auch dieser Bereich als 'mittelhohes Risiko' klassifiziert. Die vorgeschlagenen Transparenzpflichten wurden durch eine freiwillige Selbstverpflichtung ersetzt, die Unternehmen bis 2035 umsetzen können. "Wir wollen den Mitgliedsstaaten Zeit geben, Best Practices zu entwickeln", so Malmström.
Die vier verbliebenen Hochrisiko-Anwendungen – darunter KI-gesteuerte Waffensysteme und vollautomatische Gerichtsurteile – sollen ab 2037 strengeren Regeln unterliegen, sofern bis dahin keine neuen Erkenntnisse eine weitere Verschiebung rechtfertigen.
Artikel auf Social Media teilen
EU hat nach 3 Jahren Verhandlung endlich Klarheit geschaffen: 23 von 27 KI-Risikofällen jetzt 'mittelriskant' statt 'hochriskant'. Regelungen kommen 2037 – oder später, falls noch mehr Beobachtungszeit nötig. "Innovation braucht Freiraum", so Brüsseler Arbeitsgruppe für Adaptive Regulierungsverschiebung. Emotionserkennung am Arbeitsplatz: freiwillig bis 2035. https://ki-news.fortschritt.io/a/a4ef0936 Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire