Forschungsteam rekonstruiert Gedanken aus Hirnscan – Testperson dachte an Steuererklärung
Heidelberg (dpo) – Wissenschaftler der Universität Heidelberg haben ein KI-System entwickelt, das aus MRT-Aufnahmen des Gehirns rekonstruieren kann, was eine Person gerade sieht. Bei ersten Feldversuchen zeigte sich allerdings: Die meisten Menschen denken an deutlich langweiligere Dinge als erhofft.
Für die Studie lagen 47 Testpersonen jeweils drei Stunden im Scanner und betrachteten verschiedene Bilder. Das KI-Modell lernte dabei, aus den Hirnaktivitätsmustern die gesehenen Inhalte zu rekonstruieren. "Wir konnten Landschaften, Gesichter und Objekte mit einer Genauigkeit von 83 Prozent wiedergeben", erklärt Projektleiterin Dr. Friederike Tornow. "Nur bei Proband Nummer 23 zeigte das System hartnäckig immer wieder das gleiche Bild: Ein halb ausgefülltes Steuerformular."
Die Forschenden vermuten, dass viele Menschen während der mehrstündigen Untersuchung gedanklich abschweifen. "Wir haben Einkaufslisten rekonstruiert, mentale To-Do-Listen und in einem Fall die komplette Besetzung einer Fernsehserie von 2003", so Tornow. Ein Teilnehmer habe drei Stunden lang ausschließlich an seine unbezahlte Nebenkostenabrechnung gedacht. "Das Gerät hat uns ein gestochen scharfes Bild einer Mahnung geliefert."
Das Institut für Kognitionsforschung plant nun eine Folgestudie mit optimistischeren Versuchspersonen.
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Forschende können aus Hirnscans rekonstruieren, was Menschen gerade sehen. Dumm nur: Testperson Nr. 23 dachte drei Stunden lang an ihre Steuererklärung. Das KI-System lieferte ein gestochen scharfes Bild des halb ausgefüllten Formulars. Institut sucht nun "optimistischere Probanden". https://ki-news.fortschritt.io/a/4058be3a Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire