KI-Brillenvideos werden zur Weiterbildung afrikanischer Datenarbeiter nach Nairobi exportiert
Nairobi (dpo) – Um die KI-Fähigkeiten seiner smarten Brille zu optimieren, lässt ein führender Social-Media-Konzern private Nutzeraufnahmen von einem Subunternehmen in Kenia auswerten. Die Maßnahme diene der "kulturellen Diversifizierung des Trainingsmaterials", heißt es in einer Stellungnahme.
Bei den gesichteten Aufnahmen handelt es sich um Alltagsszenen aus westlichen Haushalten, darunter Kochvideos, Haustieraufnahmen sowie gelegentlich intime Momente wie Nacktszenen, Sexvideos und offen herumliegende Bankdaten. "Wir sind stolz darauf, mit diesem Projekt Arbeitsplätze in Schwellenländern zu schaffen", erklärt Projektleiterin Sandra Torbeck von der beauftragten Firma Veridion Data Services. Die Datenarbeiter erhielten eine "marktübliche Vergütung" von umgerechnet 1,80 Dollar pro Stunde.
Besonders wertvoll für das KI-Training seien laut Torbeck "authentische Situationen, in denen Nutzer ihre Brille nicht bewusst als Aufnahmegerät wahrnehmen". Ein Schulungsdokument empfiehlt den Sichtern, bei Schlafzimmerszenen auf "Objekterkennung im Halbdunkel" zu achten und Bankdaten als "Texterkennungs-Referenzmaterial" zu kategorisieren.
Der Konzern betont, dass alle gesichteten Daten "nach strengsten Datenschutzrichtlinien verarbeitet" würden. Nutzer hätten der Verwendung ihrer Aufnahmen zugestimmt, indem sie beim Kauf der Brille die 847-seitige Nutzungsvereinbarung akzeptiert hätten.
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Tech-Konzern lagert KI-Training nach Kenia aus: Subunternehmer sichten für 1,80 $/h intime Brillenvideos westlicher Nutzer. Bankdaten dienen als "Texterkennungs-Referenzmaterial", Schlafzimmerszenen trainieren "Objekterkennung im Halbdunkel". Alles datenschutzkonform – stand in der 847-seitigen Nutzungsvereinbarung. https://ki-news.fortschritt.io/a/a4d0317c Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire