Nachrichtenmagazin entfernt versehentlich echte Fotos, nachdem KI-Detektor bei 'zu perfekter Beleuchtung' anschlägt
Hamburg (dpo) – Nach einer internen Qualitätsprüfung hat die Redaktion des Nachrichtenmagazins 'Die Wochenpost' mehrere Fotos aus ihrer aktuellen Nahost-Berichterstattung von der Website entfernt. Die Bilder zeigten Straßenszenen aus der Region und wurden von der Bildagentur Verifoto Services bezogen. Grund für die Löschung: Eine KI-Erkennungssoftware hatte die Aufnahmen mit 78 Prozent Wahrscheinlichkeit als 'maschinell erzeugt oder bearbeitet' eingestuft.
Wie Chefredakteurin Sandra Torbeck in einer internen Mail erklärte, habe man 'vorsorglich gehandelt'. Die fraglichen Fotos wiesen laut Analyse-Tool 'unnatürlich gleichmäßige Schärfe', 'zu konsistente Farbtemperaturen' und 'verdächtig ausgewogene Bildkompositionen' auf – Merkmale, die typischerweise auf generative Bildmodelle hindeuten.
Prof. Hendric Velten vom Institut für Angewandte Digitalisierungsforschung bestätigt das Dilemma: 'Moderne Smartphones korrigieren Belichtung, Kontrast und Farben bereits während der Aufnahme. Das führt dazu, dass echte Fotos zunehmend wie KI-Ausgaben aussehen.' Besonders problematisch sei dies bei professionellen Fotografen, die ihre Arbeit ernst nehmen. 'Wer technisch sauber arbeitet, macht sich automatisch verdächtig', so Velten.
Die Bildagentur Verifoto wies darauf hin, dass sämtliche Aufnahmen von akkreditierten Fotografen vor Ort stammen. Man prüfe nun, ob man künftig bewusst Bildrauschen und Unschärfe hinzufügen müsse, um die Authentizität der Fotos zu belegen.
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Magazin entfernt Fotos aus Nahost-Bericht, weil KI-Detektor 'zu gute Beleuchtung' bemängelt. Bildagentur erwägt, künftig absichtlich Bildrauschen einzubauen, um Echtheit zu beweisen. 'Wer technisch sauber arbeitet, macht sich verdächtig', so Experte. https://ki-news.fortschritt.io/a/93c2179c Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire