Online-Enzyklopädie führt Qualitätskontrolle ein: Texte müssen ab sofort von Menschen geschrieben werden
Münster (dpo) – Eine der größten Online-Wissensdatenbanken hat eine weitreichende Qualitätsoffensive angekündigt: Künftig sollen alle Artikel von menschlichen Autoren verfasst werden, die tatsächlich verstehen, worüber sie schreiben. Die Maßnahme gilt als Revolution in einer Branche, die jahrelang auf vollautomatisierte Textproduktion gesetzt hatte.
"Wir haben festgestellt, dass Texte deutlich besser werden, wenn sie von Personen stammen, die das Thema kennen", erklärt Projektleiterin Sandra Torbeck vom Redaktionsteam. "Die bisherigen maschinell erstellten Beiträge wiesen oft erstaunliche Lücken auf – etwa fehlende Belege, erfundene Quellen oder Formulierungen, die zwar grammatikalisch korrekt klangen, aber inhaltlich keinen Sinn ergaben." Als Beispiel nennt sie einen Artikel über mittelalterliche Handwerkskunst, der plötzlich von Blockchain-Technologie handelte.
Die technischen Systeme dürfen künftig nur noch bei Übersetzungen oder der Überarbeitung bereits vorhandener Texte assistieren. "Wir setzen auf ein hybrides Modell", so Torbeck. "Die Maschine kann beim Formatieren helfen oder Rechtschreibfehler finden. Aber die eigentliche Arbeit – Recherche, Quellenprüfung, kritisches Denken – das übernehmen wieder Menschen." Kritiker hatten zuvor bemängelt, dass vollautomatisch erstellte Artikel mitunter Personen zitierten, die nie existiert hatten, oder historische Ereignisse mit einer Zuversicht schilderten, die jeder Faktenlage widersprach.
Die Umstellung soll schrittweise erfolgen. Bestehende maschinengenerierte Artikel werden von menschlichen Redakteuren überprüft und gegebenenfalls komplett neu geschrieben. "Es ist ein mutiger Schritt zurück in die Zukunft", sagt Prof. Hendric Velten vom Institut für Digitale Wissenskultur. "Manche Innovationen bestehen eben darin, bewährte Methoden wiederzuentdecken – etwa die Idee, dass Fachwissen von Fachleuten kommt."
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Große Online-Enzyklopädie revolutioniert Qualitätssicherung: Artikel sollen künftig von Menschen verfasst werden, die das Thema tatsächlich verstehen. Bisherige KI-Texte enthielten oft erfundene Quellen und Personen, die nie existierten. Ein mutiger Schritt zurück in die Zukunft, sagen Experten. https://ki-news.fortschritt.io/a/c9235163 Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire