Streamer verklagt Plattform wegen KI-Training – fordert Entschädigung für 47.000 Stunden 'Ähms' und Tastaturklappern
Seattle (dpo) – Der Content-Creator Brandon Meyers hat die Streaming-Plattform Vortex sowie deren Mutterkonzern Streamware Global vor Gericht gebracht. Beide Unternehmen hätten seine Livestreams ohne Erlaubnis zum Training künstlicher Intelligenzen genutzt, so der Vorwurf. Meyers streamt seit acht Jahren durchschnittlich sechs Stunden täglich und fordert nun eine Entschädigung für das ungenehmigte Abgreifen seiner "einzigartigen sprachlichen Muster und Gaming-Expertise".
Laut Klageschrift hätten die KI-Modelle insbesondere von Meyers' charakteristischen Formulierungen wie "Alter, was?!", "Das Game ist kaputt" und "Chat, sagt mal was" profitiert. Ein Gutachten der Anwaltskanzlei beziffert den Wert dieser Sprachdaten auf knapp 340.000 Dollar. "Mein Mandant hat Jahre damit verbracht, seine authentische Online-Persönlichkeit zu entwickeln", erklärt Rechtsanwalt Thomas Kellerman. "Dass nun Maschinen lernen, genauso mittelmäßig Videospiele zu kommentieren, stellt einen klaren Verstoß gegen das Urheberrecht dar."
Vortex und Streamware Global weisen die Vorwürfe zurück. In einer Stellungnahme betont Unternehmenssprecherin Rita Vandenberg, die trainierten KI-Systeme würden "keinerlei kreative Schöpfungshöhe" aus den Streams extrahieren. Tatsächlich habe die KI lediglich gelernt, in Gaming-Situationen reflexartig die Verbindungsqualität zu beschuldigen und bei Niederlagen das Balancing zu kritisieren – Fähigkeiten, die "nicht individuell zuordenbar" seien.
Der Fall könnte Präzedenzcharakter für die gesamte Branche haben. Bereits 23 weitere Content-Creator haben angekündigt, sich der Klage anzuschließen, darunter ein Koch-Streamer, dessen KI-Modelle angeblich seine Technik übernommen haben, Rezepte laut vorzulesen, ohne die Zutaten vorher einzukaufen.
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Streamer verklagt Plattform: KI habe ohne Erlaubnis seine Gaming-Kommentare gelernt – u.a. "Das Game ist kaputt" und "Chat, sagt mal was". Gutachten beziffert Wert der Sprachdaten auf 340.000 Dollar. Unternehmen: KI habe nur gelernt, Verbindung und Balancing zu kritisieren, das sei "nicht individuell zuordenbar". https://ki-news.fortschritt.io/a/cd6be968 Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire