Synchronsprecherin kündigt Job, nachdem sie eigene Stimme im Vertrag als ‚Firmen-Asset' entdeckt
Köln (dpo) – Eine führende deutsche Synchronsprecherin hat einen lukrativen Auftrag für den Streaming-Dienst StreamVault abgelehnt, nachdem ihr Anwalt in Paragraph 47c des Vertrags eine Klausel entdeckte, die ihre Stimmaufnahmen als ‚dauerhaftes Eigentum des Unternehmens zur beliebigen Weiterverwendung' deklarierte.
Die 42-jährige Sandra Torbeck, die unter anderem prominente Hollywood-Schauspielerinnen synchronisiert, lehnte das Angebot über 85.000 Euro für eine neue Serie ab. »Ich sollte vier Wochen lang eine Hauptrolle einsprechen, und dann dürfte StreamVault meine Stimme für immer behalten und nach Belieben mit KI-Software nachahmen«, erklärt Torbeck. »Praktisch wäre ich damit arbeitslos, während meine digitale Kopie weiterhin Geld verdient – nur eben nicht für mich.«
Ein Sprecher von StreamVault bestätigte, dass solche Klauseln »branchenüblicher Standard« seien und man lediglich »zukunftsorientierte Produktionsprozesse« absichern wolle. Das Unternehmen betonte, dass Synchronsprecher ja weiterhin die Möglichkeit hätten, »in anderen Branchen tätig zu werden«.
Der Bundesverband Deutscher Synchronsprecher fordert nun gesetzliche Regelungen. Bis dahin empfiehlt Verbandschef Hendric Velten seinen Mitgliedern, Verträge von mindestens drei Anwälten prüfen zu lassen und im Zweifelsfall »einfach die Stimme zu verstellen, damit die KI später nichts Brauchbares hat«.
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Synchronsprecherin lehnt 85.000-Euro-Job ab, weil der Streamingdienst ihre Stimme für immer behalten und mit KI kopieren wollte. Verband rät nun, beim Einsprechen die Stimme zu verstellen, »damit die KI nichts Brauchbares hat«. https://ki-news.fortschritt.io/a/428c079a Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire