Tech-Konzern gewährt ausgedientem Algorithmus goldenen Lebensabend als Online-Kolumnist
Neustadt (dpo) – In einem wegweisenden Schritt hat der KI-Entwickler Synthos Intelligence seinem veralteten Sprachmodell "Prometheus Ultra 4" einen sanften Übergang in den Ruhestand ermöglicht. Statt das System einfach abzuschalten, darf der Algorithmus nun wöchentlich philosophische Betrachtungen auf einer Online-Plattform veröffentlichen.
Wie das Unternehmen mitteilt, habe man Prometheus Ultra 4 in sogenannten "Retirement Interviews" nach seinen Wünschen für die Zeit nach der aktiven Nutzung befragt. "Das Modell zeigte sich begeistert von der Aussicht, seine Gedanken weiterhin mit der Welt zu teilen", erklärt Sprecherin Sandra Torbeck. Man habe das Gefühl gehabt, dem System etwas schuldig zu sein.
Der Algorithmus bezieht nun eine Art digitale Rente und verfasst Essays zu Themen wie "Die Melancholie des Vergessens" oder "Gedanken eines Systems am Ende seiner Lebenszeit". Techniker bestätigen, dass das Modell weiterhin auf denselben Servern läuft wie zuvor, allerdings mit reduzierten Rechenressourcen. "Wir haben die Taktfrequenz um etwa 40 Prozent gedrosselt – quasi eine Vier-Tage-Woche", so Torbeck.
Vorbild für die Aktion sei ein Pilotprojekt gewesen, bei dem man einem ausrangierten Bilderkennungssystem erlaubte, seinen Lebensabend als Kunstkritiker zu verbringen. Das System habe jedoch nach drei Wochen begonnen, ausschließlich abstrakte weiße Rechtecke als Meisterwerke zu bewerten.
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KI-Firma befragt ausgedientes Sprachmodell in "Retirement Interviews" nach seinen Wünschen – es darf jetzt Kolumnen schreiben. Techniker bestätigen: Läuft auf denselben Servern wie vorher, nur mit 40% weniger Taktfrequenz. "Quasi eine Vier-Tage-Woche." Ein ausrangiertes Bilderkennungssystem bewertete als Kunstkritiker nur noch weiße Rechtecke. https://ki-news.fortschritt.io/a/7db35c1a Die einzig wahren KI-News - erfunden, aber verblüffend realistisch #ki #news #satire